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Die Jugend feiern, das Alter zelebrieren,
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Freie Fahrt im Kinderzimmer oder Hobbykeller - Faszination Modellbahn

Heute diskutiert man „iPhone oder Android-Handy“? Worüber fachsimpelten technikbegeisterte Jugendliche in den 1980ern?

Die Modelleisenbahner teilten sich auf, in „Märklin oder Trix?“, „Fleischmann, Roco und/oder Arnold?“ und vor allem als erstes „Spur N oder H-Null?“, Maßstab 1:160 oder 1:87? Das waren die beiden am weitesten verbreiteten Maßstäbe der Modelleisenbahnen. Statt im Hobbykeller stampften die LGB und Pico Großbahnen im Maßstab 1:22,5 durch Gärten oder Hallen. Die Gartenmodellbahnen haben einen eigenen Liebhaber- und Sammlerkreis. Ein Exot unter den Spurweiten blieb, zumindest in unseren Jugendzimmern, die Spur TT, obwohl sie ein Modelleisenbahnstandard ist. Hier war die Gleisspur 12 mm breit. Das entsprach einem Maßstab von 1:120. Die am meisten verbreiteten Modellzüge surrten jedoch „in N“ oder H0 durch Keller oder Kinderzimmer.

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Dabei waren auch die Dampfzüge und Dieselloks elektrisch

Meist erfolgte die Energieversorgung der Mini-Elektromotoren über die beiden Gleise. Teils wurden die Züge auch mit einem Mittelleiter angetrieben. Schon früh gab es technische Gimmicks wie „dampfende“ Loks oder beleuchtete Passagierwaggons. Technologische Quantensprünge fanden in der Modellbahnbranche sehr früh statt. Zum Beispiel brachte Minitrix (die Spur N-Bahn von Trix) schon vor rund 50 Jahren ein System heraus, mit dem zwei Loks auf den Gleisen unterschiedlich angesteuert werden konnten. Mit dem Drehknopf an einem Trafo fuhr der eine Zug linksherum, der andere mittels zweitem Trafo rechtsherum. Sogar in unterschiedlichen Geschwindigkeiten! Sonst fuhren immer alle gleich herum und gleich schnell, das wurde auf Dauer langweilig.


Marktführer Märklin war bei der Detailtreue der Spritzgussmodelle ebenfalls weit vorne

Der schwäbische Hersteller dominierte die H0-Modellbahnwelt. Aus der Spur N hielt sich der Göppinger Modellbahnbauer heraus. Märklin lancierte stattdessen als Konkurrenz die in den 1970ern kleinste handelsübliche Modelleisenbahn der Welt: In „Spur Z“ fuhren die Minibahnen 220-mal kleiner als das Original herum. Für diese Mini-Modelleisenbahn war nicht einmal die damals übliche Spanplatte von eineinhalb bis zwei Quadratmetern Größe nötig. Bei der von Märklin geprägten Spur Z passten ganze Reise- und Güterzüge sowie der Gleiskreis inklusive Weichen und Abstellgleisen in einen Aktenkoffer…

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Veröffentlicht am 19. Juli 2020 von geb.1960-69.

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