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Die Jugend feiern, das Alter zelebrieren,
Wünsche erfüllen!

Stars an der Wand - Von James Dean bis Heinz Flohe

Wer erinnert sich nicht gerne an seine "Helden" auf Jugendpostern, Starschnitten, Konzert- oder Filmplakaten?

Denn Sie wissen (nicht), was Sie tun? Das galt ganz sicher für alle, die sich das erste Mal ein eigenes Poster in Ihrem Zimmer aufhängen durften. Wenn das Kinder- zum Jugendzimmer wird, können Jugendliche sich ausdrücken. So begannen wir, Mitte der 60er geboren, etwa um 1980 damit, den ersten eigenen „Stil“ zu finden. Das wollten wir auch zeigen! Den Freunden, die zu Besuch kamen – und natürlich auch den Eltern, gegen deren Wohnwelt gerne ein bisschen rebelliert wurde.

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Musik, Sport, Film und Fernsehen spielten dabei eine große Rolle

So wurden (und werden) die Wände im Zimmer der Jugendlichen fast flächendeckend tapeziert! Mit Postern der Lieblingsstars und -bands, oder Nachdrucken von Plakaten. Besonders cool: Original-Konzertplakate, am besten vom Star signiert und mit der eigenen Eintrittskarte als Erinnerung daneben. Wer Supertramp oder Marillion hörte, wer Tolkiens Herrn der Ringe gelesen hatte, pinte auch gerne Farbposter mit Fantasymotiven auf die heimische Raufasertapete. Architektur- und Großstadtfans mit Fernweh zierten das Jugendzimmer mit Postern von New Yorker Wolkenkratzern. Wer die Natur liebte, hing sich vielleicht ein Poster mit den beeindruckenden Walfotos von Frans Lanting auf.

Erste Wandtattoos, großflächige Motivaufkleber, kamen auf

Kreative Jugendliche malten sogar eigene Motive auf die weißen Wände – zum Beispiel beliebte Comic Figuren, coole Autos, ganze Landschaften oder Ikonen der Friedensbewegung… Mit Motiven aus Lieblingsfilmen drückten viele junge Menschen ebenfalls ihr Lebensgefühl aus. Bei coolen Teens blickten zum Beispiel Paul Newman und Robert Redford als schlitzohrige Kleinganoven in „Der Clou“ von der Wand. Robert de Niro als Taxi Driver wurde ebenfalls zum Posterheld vieler Jugendzimmer. Manche Romantiker setzten auf Schwarzweiß-Poster mit Paris-Motiven oder Szenen aus italienischen oder amerikanischen Beziehungsdramen.

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Bei Actionfans blickten Charles Bronson, Clint Eastwood oder Jean-Paul Belmondo von der Wand

New Wave Fans schwärmten für Debbie Harry, Leadsängerin von Blondie. Discogänger holten sich Dieter Bohlen und Thomas Anders in Originalgröße nach Hause, mit einem der legendären Starschnitte aus der Bravo. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Einer war irgendwie schon immer da

James Dean, schon in den 50er Jahren das Idol vieler Jugendlicher, blickte auch in den 1980ern und noch heute rebellisch von den Wänden. Und der Autor dieser Zeilen? Der war nicht so cool wie einer seiner Klassenkameraden, der sich leicht arrogant per Poster als Fan von Paul Wellers Style Council ausgab.

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Beim Autor hingegen klebten Mannschaftsbilder aus dem Kicker an der Wand

Das Taschengeld wurde eisern gespart, um sich so lange die Ausgaben des “Fußball Magazins“ zu kaufen, bis der Starschnitt von Heinz Flohe komplett war. Heinz wer? Flohe, neben Herbert Neumann der geniale Mittelfeldregisseur des 1. FC Köln, dem Deutschen Fußballmeister 1978.

Bei aller Fußballnostalgie haben wir die Rockmusik vergessen

Bei deren zahlreichen Anhängern prangten ihre Idole an der Wand. Dazu zählten Black Sabbath, Queen, Kiss, Deep Purple oder, bei den Punks in provozierender Pose, Johnny Rotten und Sid Vicious von den Sex Pistols. Schon sind wir wieder beim 1. FC Köln – wer kennt noch Zeltinger? Der Rock- und Punkbarde aus der Domstadt besang sich selbst als „Asi mit Niveau, ich lese Lyrik auf dem Klo“ . Als glühender FC-Fan ehrte er das Müngersdorfer Stadion mit dem gleichnamigen Lied. Nur einen Starschnitt des gewichtigen Urgesteins vom Rhein, den gab es nicht.

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Veröffentlicht am 10. November 2020 von geb.1960-69.de

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