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Glanzbilder - Mit oder ohne Glitzer?

Glanzbilchen? Da kommen Kindheitserinnerungen an die Sechzigerjahre auf. Meine Glanzbilder habe ich immer in einer alten Zigarrenschachtel von meinem Onkel aufbewahrt.

Wenn er gerade einmal keine leere Schachtel mehr hatte, bin ich in ein Tabakwarengeschäft gegangen. Dort habe ich, meist erfolgreich, nach einem leeren Zigarrenkistchen gefragt. Meistens waren sie aus Holz gefertigt und mit einem goldenen Verschluss versehen. Das gab der „Schatzkiste“ für die Glanzbilder noch ein wenig mehr Wert. Das Geräusch, wenn ich mit den Fingern über den Holzboden des Kistchens geschrappt bin, habe ich noch heute im Ohr. Obwohl über fünfzig Jahre her, bereitet mir der Gedanke daran immer ein wohliges Gefühl.

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Die Glanzbilder mit Glitzer, wie wir es damals nannten, waren besonders wertvoll

Deshalb wurden sie in einer separaten Kiste aufbewahrt. Manchmal fiel vom Glitzer etwas ab und sammelte sich auf dem Boden. Der spannendste Moment war immer, wenn ich eine Tüte mit neuen Glanzbilderbögen gekauft habe. Ich musste diese Bögen mit einer kleinen Schere auseinanderschneiden. Natürlich hatte ich manche doppelt. Die wurden dann zum Tauschen mit Freundinnen verwendet. Oft saßen wir Mädchen unserer Clique auf dem „Dörpel“ (rheinischer Begriff für Treppenabsatz der Haustüre) und tauschten fleißig Bilder.

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Voller Hingabe haben wir unsere neuen Glanzbilder betrachtet und natürlich getauscht

Für 1 Glanzbild mit Glitzer bekam man 2 Glanzbilder ohne Glitzer. Zunächst waren die Glanzbilder ziemlich sinnfrei. Sie waren nicht selbstklebend. Außer Sammeln und Tauschen konnte man nichts damit tun. Aber die Bilderchen waren ein kleiner Schatz, den man gut hütete. Später wurden Glanzbilder zum Verschönern von Poesiebuch-Einträgen verwendet. Kleine Geschenke erhielten mit einem aufgeklebten Glanzbild einen persönlichen Touch. Schön, wenn man viele doppelt hatte. Eines für die Freundin, eines, um es selbst zu behalten und in der Schatzkiste zu behüten!

Veröffentlicht am 19. Juni 2020 von geb.1960-69.

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